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Unruhen in der Zentralafrikanischen Republik: Hollande trifft zu Besuch ein

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Unruhen in der Zentralafrikanischen Republik: Hollande trifft zu Besuch ein

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Während Unruhen das Land erschüttern ist der französische Präsident François Hollande zu einem Besuch in der zentralafrikanischen Hauptstadt Bangui eingetroffen.

Der Besuch war geplant, doch der jüngste Tod zweier Soldaten der französischen Friedensmission verleiht ihm nun zusätzliche Bedeutung.

Das französische Engagement sei richtig, so Hollande: “Die Mission wird sich nicht ändern. Es ist gefährlich, wir wissen das und wir wussten das. Aber sie ist wichtig wenn wir verhindern wollen, dass hier ein Blutbad gibt.”

Die 1600 Soldaten der französischen Friedensmission sind in den vergangenen Tagen immer wieder zwischen die Fronten der zunehmend konfessionell geprägten Unruhen geraten.

Auch die Soldaten einer multinationalen Truppe der Anrainerstaaten sehen sich Angriffen ausgesetzt.

Muslimische Séléka-Rebellen hatten im März in der Zentralafrikanischen Republik einen Umsturz erreicht und die Staatsmacht an sich gerissen. Mit dem den Seleka nahestehenden Übergangspräsident Michel Djotodia im Amt sollen die Rebellen nun entwaffnet werden.

Doch sie und die muslimische Minderheit werden inzwischen immer häufiger selbst Zielscheibe der christlichen Mehrheit, die Vergeltung für gewaltsame Übergriffe der Rebellen sucht. Die wütende Menge verwüstet Moscheen und raubt muslimische Geschäfte leer.

In den vergangenen Tagen starben fast 500 Menschen in der Zentralafrikanischen Republik.