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Weltpolitik im Sinne Mandelas

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Weltpolitik im Sinne Mandelas

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Gibt es eigentlich ein Foto, auf dem Mandela nicht lächelt? Der Mann, der das Leben so liebte, das er es einzusetzen bereit war. Um die 90 Staatsoberhäupter, gewählte und gekrönte, Regierungschefs, Kronprinzen und -prinzessinnen, Chefs der wichtigsten internationalen Organisationen waren gekommen, ihm die letzte Ehre zu erweisen. Als erster von ihnen sprach der UN-Generalsekretär Banki Moon. Er erinnerte an den Kampf gegen die Apartheid, den die UN Seite an Seite mit Mandela geführt hat. An die Sanktionen, das Waffenembargo, den Sportboykott, die diplomatische Isolierung. An die lauten und klaren Worte, um der Welt zu verkünden: Apartheid muss überwunden werden. Ban betonte, Mandela wäre der erste, der jetzt sagen würde: “Unser Kampf geht weiter.”
Für Barack Obama war Nelson Mandela “der letzte große Freiheitsheld des Jahrhunderts”, dessen Kampf in einer Reihe steht mit jenem von Ghandi, von Martin Luther King, und seine Vision gleicht jener von Abraham Lincoln. Der erste schwarze US-Präsident sagte über den ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas: “Es brauchte einen Mann wie Madiba um nicht nur den Gefangenen zu befreien, sondern auch den Gefängniswärter. Um zu zeigen, dass wir anderen vertrauen müssen, damit sie uns vertrauen. Zu lehren, dass Versöhnung nicht bedeutet, eine grausame Vergangenheit zu ignorieren, sondern sie einzubeziehen und ihr mit Großzügigkeit und Wahrheit gegenüberzutreten.”
“Es gibt zu viele Anführer, die behaupten, solidarisch mit Madibas Freiheitskampf zu sein, aber von ihrem eigenen Volk keinen Widerspruch dulden.”
Kurz vor seiner Rede hatte Obama mit einem wahrhaft historischen Handschlag sich zu den Idealen Mandelas bekannt. Dem langjährigen Feind von der Insel Kuba, dem heutigen Präsidenten Raul Castro reichte der amerikanische Präsident die Hand. Castro erinnerte dann in seiner Rede an Mandelas Besuch 1991 zum kubanischen Feiertag am 26. Juli. Damals hatte er gesagt:” Das kubanische Volk hat einen besonderen Platz gefunden in den Herzen der afrikanischen Völker.”

  • South Africa: Johannesburg’s Soccer City stadium

    Photos: Anadolu Press Agency

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    Photos: Anadolu Press Agency

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    Photos: Anadolu Press Agency

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    Photos: Anadolu Press Agency

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    Photos: Anadolu Press Agency

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