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Ägypten: Prozess gegen Moslembruderschaft erneut geplatzt

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Ägypten: Prozess gegen Moslembruderschaft erneut geplatzt

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Der Prozess gegen die Führung der ägyptischen Moslembruderschaft ist erneut geplatzt. Die Angeklagten störten die Verhandlung mit Protestrufen: Die Richter legten ihr Mandat daraufhin nieder, wie es schon in einem ersten Anlauf zu diesem Prozess passiert war. Der Prozess muss nun mit neuen Richtern neu angesetzt werden.

Man misstraue der Justiz, sagt Aischa Chairat Schater, die Tochter von Chairat Schater, der Nummer zwei der Bruderschaft und ebenfalls vor Gericht. Die Justiz sei politisiert und diene der Armee und dem Regime. Man hoffe auf die Gerechtigkeit Gottes.

An einigen Universitäten des Landes gehen Proteste gegen die Machthaber weiter. Vor der religiös geprägten Al-Azhar-Universität in Kairo kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei.

Die islamistische Moslembruderschaft war nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Hosni Mubarak zur stärksten politischen Kraft im Land geworden und stellte mit Mohammed Mursi auch den Staatspräsidenten. Die Armee stürzte Mursi aber im Sommer und geht seitdem gegen die Bruderschaft vor.