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Falsche Dolmetscher und Seitenblicke auf Mandela-Trauerfeier

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Falsche Dolmetscher und Seitenblicke auf Mandela-Trauerfeier

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Bei einem weltweiten Fernsehpublikum wie dem der Trauerfeier Nelson Mandelas am Dienstag bleibt kaum etwas unbemerkt.

Die geladenen Sprecher standen noch auf der Bühne, da kamen im Internet schon die ersten digitalen Buh-Rufe.

Der Gebärdensprachendolmetscher auf der Bühne sei gar keiner. Man verstehe kein Wort, denn er mache nur zufällige und bedeutungslose Gesten, hiess es da von empörten gehörlosen Zuschauern.

Tatsächlich sagen Experten inzwischen vorsichtig, dass der Mann zumindest kein Profi und in keiner der üblichen Gebärdensprachen geschult sei.

Die südafrikanische Regierung setzte den selben Dolmetscher schon im vergangenen Jahr ein. Auch da wichen die Inhalte stark vom Gesagten ab.

Und noch ein Detail zog die Aufmerksamkeit der Internetwelt auf sich: Michele Obamas Gesichtsausdruck.

Als der britische Premierminister David Cameron, die dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt und US-Präsident Barack Obama einen fröhlichen Schnappschuss von sich selbst machen, bleibt im Bild nur die First Lady Michele Obama humorlos.

Oder respektvoll, je nach Sichtweise. Denn einige Kommentatoren finden die Aktionen angesichts des Anlasses respektlos.