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Ford, GM machen dicht - bald baut nur noch Toyota in Australien Autos

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Ford, GM machen dicht - bald baut nur noch Toyota in Australien Autos

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Nach Ford stellt auch die Opel-Mutter General Motors ihre Produktion in Australien ein, Ende 2017 ist es so weit. In den Werken der traditionsreichen Marke Holden in den Bundesstaaten Süd-Australien und Victoria arbeiten rund 2.900 Menschen. Als Gründe werden genannt: Hohe Produktionskosten und ein harter Wettbewerb in dem kleinen, zersplitterten Markt.

Mike Devereux, Chef von GM-Australien:

“Egal, wie wir die Zahlen auch drehten und wendeten, langfristig ist unser Geschäft – Autos und Motoren in diesem Land zu bauen und zu montieren – einfach nicht lebensfähig. Und es ist kein Geheimnis: Der Automobilmarkt in diesem Land macht einen enormen Wandel durch, wie auch die gesamte Wirtschaft in Australien.”

Erst im Mai hatte GM-Rivale Ford erklärt, seine Werke in Australien bis Oktober 2016 zu schließen.

Die Produktionskosten seien “doppelt so hoch wie in Europa und fast viermal so hoch wie in Asien”, sagte Bob Graziano, Australien-Chef des Unternehmens.

2008 hatte bereits der japanische Hersteller Mitsubishi seinen Abschied verkündet.

Und Toyota verhandelt als letzter Hersteller vor Ort mit Zulieferern, Gewerkschaften und der Regierung ums Überleben.

An Australiens Automobilindustrie hängen mehr als 40.000 Arbeitsplätze und 150 Zuliefer-Betriebe.

su mit Reuters