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GM: Frau am Steuer - mit Bedacht kein Ungeheuer

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GM: Frau am Steuer - mit Bedacht kein Ungeheuer

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Die Sensation ist 51 Jahre alt, sieht für einen Automanager ziemlich weiblich aus und macht daraus – nichts. Das Einzige, was Mary Barra erzählt, die künftige und erste Vorstandschefin des zweitgrößten Autobauers der Welt, ist “General Motors” und immer wieder “General Motors”. Und selbst von engen Weggefährten, die sie auf dem Weg an die Spitze nun ausgebremst hat – kein böses Wort.

Mary Barra ist einfach nur nett:

“Ich arbeite seit 33 Jahren bei General Motors, das ist ein großartiges Unternehmen – das war mir immer klar. Die Männer und Frauen von General Motors sind so engagiert. Ich glaube wirklich, wir haben das beste Team weit und breit. Es ist eine Ehre für mich, dieses Team zu führen.”

Barra übernimmt bei GM die Verantwortung für 110 Milliarden Euro Umsatz. Sie hat es durch die sogenannte gläserne Decke der Geschlechterdiskriminierung geschafft. Wie auch Margaret Whitman von Hewlett-Packard und Virginia Rometty von IBM.

Gerade hat der US-Staat das Unternehmen nach einer Beinahe-Pleite 2009 und 7,5 Milliarden Euro Zuschuss vom Steuerzahler wieder ins Verkehrsgewühl des freien Marktes entlassen.

Um harte Entscheidungen wird das “beste Team” um das GM-Gewächs Barra – ihr Vater war Werkzeugmacher im Unternehmen – in aller Freundlichkeit aber nicht herumkommen.

Spätestens, wenn Herrenfahrer Martin Winterkorn von VW im Rückspiegel auftaucht, auf seinem Weg zur Weltspitze.

su mit dpa