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Lockrufe aus Ost und West: Diplomaten und Demonstranten ringen um die Zukunft der Ukraine

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Lockrufe aus Ost und West: Diplomaten und Demonstranten ringen um die Zukunft der Ukraine

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Während die Demonstranten den Unabhängigkeitsplatz in Kiew mittels Barrikaden in eine Festung verwandelt haben, wird auch auf politischer Ebene mit harten Bandagen gekämpft. Die USA drohen mit Sanktionen für den Fall, dass die Sicherheitskräfte den Protesten mit Gewalt begegnen. Russlands Präsident Wladimir Putin wiederholte seinen Lockruf: Man zwinge niemanden und strebe eine gleichberechtigte Partnerschaft mit der Ukraine an, sagte Putin. Doch eigentlich geht es gar nicht darum, meint ein Demonstrant:

“In Moskau denken sie, dass die Proteste hier gegen Russland gerichtet sind. In Europa denken die Leute, dass für Europa demonstriert wird. Aber tatsächlich protestieren wir gegen die Banditen in unserer Regierung Die meisten Demonstranten hier verfolgen dieses Ziel.”

“Wenn wir heute, morgen und übermorgen hier bleiben, dann wird unsere Regierung vielleicht einsehen, dass wir sie nicht wollen, dass wir sie nicht brauchen, und sie tritt dann zurück”, meint ein anderer Ukrainer.

Für kommenden Dienstag ist ein Besuch von Staatspräsident Wiktor Janukowitsch in Moskau geplant. Dass anlässlich dieses Treffens ein Beitritt der Ukraine zur von Russland dominierten Zollunion vorangetrieben werden könnte, bestritt Ministerpräsident Mikola Asarow.

Nach einem Gespräch mit Janukowitsch sagte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton, der ukrainische Präsident habe ihr gegenüber eine vertragliche Einigung mit der Europäischen Union als Ziel ausgegeben.