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Wiener Konzerthaus feiert 100. Geburtstag

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Wiener Konzerthaus feiert 100. Geburtstag

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Das Wiener Konzerthaus, das prestigeträchtige Haus im Jugendstil, feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag. Zu diesem Anlass wurden Top-Stars eingeladen: Heute Abend steht Beethovens Neunte auf dem Programm. Die Wiener Philharmoniker werden von dem charismatischen Gustavo Dudamel dirigiert. Auch dem venezolanischen Maestro ist nicht verborgen geblieben, wie das Konzerthaus, das heute über vier Säle verfügt, immer versucht hat, innovative Musikstile mit Tradition zu verbinden: “Es ist eines der Häuser weltweit, an dem die Tradition am stärksten verwurzelt ist. In seinen Namen spiegeln sich tiefgründige Tradition und die Eleganz von Wien, die Kunst, die Tonkunst, die hier geschaffen werden, wider.”

Beethoven’s Neunte steht auf der UNESCO-Welterbe-Liste und gilt als eines der größten Werke der Musikgeschichte. Die Sinfonie ist revolutionär wegen ihres Einsatzes von Sängern als Solisten und ihres letzten Satzes, mit der “Ode an die Freude”, einem Gedicht von Friedrich Schiller.

Dudamel: “Beethoven’s Musik ist wahnsinnig schön, aber gleichzeitig auch brutal. Wenn Sie sich seine Manuskripte anschauen, ist das großartig. Sie können sehen, wie sein Geist auf einzigartige Weise funktioniert hat, wie ein bessenes Labyrinth – mit der komplexen Struktur und der Dynamik seiner Musik, die den Text des Chores begleitet. Am Ende ist es wie ein durchbohrender Schrei in die Welt: Durch die Musik, durch das Gedicht von Schiller wird Brüderschaft unsere tägliche Pflicht. Freude ist Harmonie, Schönheit, Brüderschaft – es gibt nichts Schöneres als teilen. Wenn man teilt, bringt das Freude mit sich. Wenn man in Harmonie teilt, dann ist das Brüderschaft. Wenn sie über Schönheit nachdenken, ist das Freude für mich. Die 9. Sinfonie ist ein Symbol der
Menschlichkeit, ein humanistisches Symbol in unserer Welt.”