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Exekution des Onkels Kim Jong Uns: Südkorea befürchtet neue Spannungen

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Exekution des Onkels Kim Jong Uns: Südkorea befürchtet neue Spannungen

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China und Südkorea haben unterschiedlich auf die Hinrichtung eines Onkels Kim Jong Uns reagiert.

Die nordkoreanischen Staatsmedien hatten die Exekution des zweitwichtigsten Staatsmannes mit dessen angeblicher Drogen- und Spielsucht, zuletzt aber auch mit angeblichen Umsturzversuchen des Politikers, begründet. Er war nur wenige Tage zuvor seiner Ämter enthoben worden.

Ob der wahren Gründe kann nur spekuliert werden. Jang Song Thaek galt als Befürworter von Wirtschaftsreformen wie in China.

Ein chinesischer Regierungssprecher tat die Exekution nun als innere Angelegenheit ab: “Als ein Nachbarland hoffen wir, dass Nordkorea weiter für Stabilität, wirtschaftliche Entwicklung und ein gutes Auskommen der Bevölkerung sorgt.”

Weitaus besorgter zeigt sich Südkorea. Man befürchte eine erneute Zunahme der Spannungen mit dem kommunistischen Nachbarn, so Wiedervereinigungsminister Ryoo Kihl-jae: “Jedes Mal, wenn Nordkorea bei inneren Problemen mit harter Hand durchgegriffen hat, gab es auch eine Zunahme der externen Provokationen. Wir beobachten die Lage jetzt sehr genau.”

Jang war Kim Jong Un einst als Mentor zur Seite gestellt worden. Beobachter sehen seine Hinrichtung als einen radikalen Schnitt, dem noch weitere folgend könnten, und den Versuch des jungen Kim Jong Un, den Status Quo zu zementieren.

Der Tod seines Vaters und Vorgängers, Kim Jong Il, jährt sich demnächst zum zweiten Mal.