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Stimmungstest im Iran: Abwarten und hoffen

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Stimmungstest im Iran: Abwarten und hoffen

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Die Freitagsgebete sind im Islam eine Zeit der Einkehr, aber auch des Austauschs über das Leben. Im Iran sorgte zuletzt vor allem die Einigung, die das Land vor rund drei Wochen in Genf mit den fünf Uno-Vetostaaten und Deutschland im Atomstreit erreichte, für Gesprächsstoff.

Die soll dem Iran eine Lockerung der Sanktionen bringen. Doch die Gläubigen in Teheran sind vorsichtig. Zu oft sei man vom Westen enttäuscht worden.

“Ich glaube eine abschliessende Übereinkunft ist möglich, wenn sich der Westen an seine Versprechen hält, und nicht das eine sagt und das etwas anderes tut”, sagt dieser Moscheebesucher.

Ein zweiter zitiert den iranischen Außenminister Mohammad Dschawad Zarif, der gesagt habe, dass “in diesen Verhandlungen entweder beide Seiten gewinnen, oder beide Seiten verlieren.”

In einem eher weltlich orientierten Elektronikfachgeschäft sagt der Filialleiter unserem Reporter, dass die Stimmung nach der Übereinkunft im Allgemeinen gut sei. Fürs Geschäft sei das leider schlecht: “Die meisten Käufer warten ab, bis die Preise sinken”.

Bis die weitere Entwicklung abzusehen ist, wird der Iran also erst einmal den Atem anhalten.