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Südafrika verabschiedet sich von Nelson Mandela

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Südafrika verabschiedet sich von Nelson Mandela

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Am Freitag ist in der südafrikanischen Hauptstadt Pretoria ein gigantisches Abbild des verstorbenen Nationalhelden Nelson Mandela aufgestellt worden. Noch ist die Statue verhüllt, nach Mandelas Beerdigung am Sonntag in seinem Heimatdorf Qunu will Präsident Jacob Zuma das Denkmal in Pretoria einweihen.

Der Leichnam Mandelas ist unterdessen im Regierungsgebäude aufgebahrt. Auch am dritten und letzten Tag standen Trauernde Schlange, um sich von dem Freiheitskämpfer zu verabschieden.

Jetzt fragen sich viele Südafrikaner, wie es nach dem Tod Mandelas in ihrem Land wohl weitergehen wird: “Meine große Sorge ist der Fremdenhass in den Gemeinden”, berichtete ein Mann. “Das hat bereits vor Mandelas Tod angefangen. Wenn wir das Wort Xenophobie aus dem Wörterbuch streichen könnten, dann müssten wir uns auch keine Sorgen mehr machen.”

Andere sind eher optimistisch: “Ich denke, dass alle Südafrikaner zusammenarbeiten sollten, um aus Südafrika ein besseres Land zu machen”, sagte eine Südafrikanerin. “Ich male mir nicht gern dunkle Szenarien aus, auch wenn viele andere Menschen und Länder das tun. Wir müssen in die Zukunft blicken.”

1994 war Nelson Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt worden. Der Anti-Apartheids-Kämpfer hatte zuvor fast 27 Jahre auf der Gefängnisinsel Robben Island in Haft verbracht.