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Ukraine: Opposition und Regierung verhandeln am Runden Tisch

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Ukraine: Opposition und Regierung verhandeln am Runden Tisch

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Wochenlang demonstrieren Ukrainer bereits auf dem Maidan, dem zentralen Unabhängigkeitsplatz in “Kiew“http://de.euronews.com/tag/kiew-ukraine/ – jetzt schienen die Proteste Früchte zu tragen: Vizeregierungschef Sergej Arbusow sagte am Donnerstag, er wolle die Verhandlungen um das EU-Abkommen nun doch fortführen. Opposition und Regierung trafen sich in Kiew zu einem Runden Tisch.

Oppositionspolitiker Vitali Klitschko sowie viele Demonstranten bezweifeln aber, dass die ukrainische Regierung das Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union dieses Mal unterschreiben wird:

“Ich glaube nicht, dass wir sehr viel länger hier bleiben müssen”, sagte ein Ukrainer. “Am 17. Dezember wird Präsident Janukowitsch das umstrittene Abkommen mit Putin unterschreiben – oder eben nicht. Der 17. Dezember wird ein entscheidendes Datum sein.”

“Arbusow und die Regierungsmitglieder sagen so viel, wir sollten ihnen nicht glauben”, meinte eine junge Frau. “Wir sollten an das denken, was in der Nacht zum 30. November passiert ist, an die Gewalt der Polizei. Wir sollten der Regierung nicht vertrauen.”

Eine Regierungsdelegation unter Leitung des stellvertretenden Ministerpräsidenten Sergej Arbusow führte am Donnerstag in Brüssel Gespräche mit EU-Kommissar Stefan Füle. Zuvor hatte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton bekannt gegeben, dass ihr der ukrainische Staatspräsident Viktor Janukowitsch bei einem Treffen seine “Absicht, das Assoziierungsabkommen zu unterzeichnen”, offenbart hatte.

Die Abgeordneten des EU-Parlaments bezeugten am Donnerstag ihre Solidarität mit den Janukowitsch-Gegnern. Sie betonten, dass die Europäische Union über Zwangsmaßnahmen nachdenken müsse, wenn der seit drei Wochen andauernde Machtkampf in der Ukraine nicht bald beendet wird.