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Umfrage zu Protestgründen in Kiew

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Umfrage zu Protestgründen in Kiew

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Es begann mit der Forderung an die Regierung, das Assoziierungsabkommen mit der EU zu unterschreiben. Nachdem der entscheidende EU-Gipfel in Vilnius ohne Unterschrift vorbeiging und die Sondereinheiten die Demonstranten mit Gewalt zu vertreiben versuchten, hat sich vieles zugespitzt.
Julja Ilschuk, Soziologin bei der Stiftung “Demokratische Initiative”, hat 1037 Teilnehmer an Protestaktionen befragt. Ihr Fazit: Die Leute sehen es als großen Fehler der Regierung an, eine friedliche Demonstration am 30. November auseinandergeknüppelt zu haben. Sie sagt: “Als wir die Leute fragten, warum sie zu der neuerlichen Demonstration gekommen waren, antworteten 70 Prozent, sie kämen aus Protest gegen gegen die Gewalt vom 30. November. 54 Prozent sagten, sie kämen, um dagegen zu protestieren, dass ihr Präsident das Abkommen mit der EU nicht unterzeichnet hat. Und als dritter Grund wurde genannt, man wolle das Leben in der Ukraine ändern.”
Das euronews-Team in Kiew hat dem seine eigene Umfrage auf dem Schewtscheko-Platz im Stadtzentrum von Kiew angefügt. Die erste Bürgerin will nicht antworten. Sie sagt, sie stamme aus eine Medizinerfamilie und sei der Meinung, Ärzte sollten sich aus der Politik heraushalten. Dann fügt sie aber doch noch an, sie sei stolz darauf, dass so viele MenschenTag und Nacht durchhielten, in dieser Kälte, das sollte man würdigen. Die Ältere ist gegen jede Art von Protestdemo. “Wir sollten unsere Probleme friedlich lösen und nicht aufeinander losgehen, darum bin ich dagegen”, sagt sie. Und der Opa zeigt auf das Baby und sagt, er kommt, aber erst am Abend, wenn die Eltern wieder beim Baby sind. Der Polizeieinsatz vom 30. November hat einiges verändert, er hat die Fronten verhärtet, bei den Protestierern den Durchhaltewillen gestärkt. Die Soziologin zitiert aus ihrer Studie: “73 Prozent der Befragten sagten, sie widmen dem Protest alle ihre Zeit und das solange, bis ihre Forderungen erfüllt werden. 9 Prozent kommen nur für zwei bis drei Tage und drei Prozent wollen bis Sylvester bleiben.” Überraschen kann diese Entwicklung nicht. Das hat noch jede Regierung zu spüren bekommen – Gewalt verstärkt nur die Entschlossenheit von Menschen, die von der Gerechtigkeit ihrer Sache überzeugt sind.

1.00 manifs

Es begann mit der Forderung an die Regierung, das Assoziierungsabkommen mit der EU zu unterschreiben. Nachdem der entscheidende EU-Gipfel in Vilnius ohne Unterschrift vorbeiging und die Sondereinheiten die Demonstranten mit Gewalt zu vertreiben versuchten, hat sich vieles zugespitzt.

Julja Ilschuk, Soziologin bei der Stiftung “Demokratische Initiative”, hat 1037 Teilnehmer an Protestaktionen befragt. Ihr Fazit: Die Leute sehen es als großen Fehler der Regierung an, eine friedliche Demonstration am 30. November auseinandergeknüppelt zu haben.

1.25 SOT Yulia Ilchuk, sociologist:

“Als wir die Leute fragten, warum sie zu der neuerlichen Demonstration gekommen waren, antworteten 70 Prozent, sie kämen aus Protest gegen gegen die Gewalt vom 30. November. 54 Prozent sagten, sie kämen, um dagegen zu protestieren, dass ihr Präsident das Abkommen mit der EU nicht unterzeichnet hat. Und als dritter Grund wurde genannt, man wolle das Leben in der Ukraine ändern.”

1.46 Shevchenko square in Kiev, people walking, various

2.01 voxpop1
Diese Bürgerin will nicht antworten. Sie sagt, sie stamme aus eine Medizinerfamilie und sei der Meinung, Ärzte sollten sich aus der Politik heraushalten. Dann fügt sie aber doch noch an, sie sei stolz darauf, dass so viele MenschenTag und Nacht durchhielten, in dieser Kälte, das sollte man würdigen.

2.20 vox pop 2
Die Ältere ist gegen jede Art von Protestdemo. “Wir sollten unsere Probleme friedlich lösen und nicht aufeinander losgehen, darum bin ich dagegen”, sagt sie.

2.35 vox pop3

Und der Opa zeigt auf das Baby und sagt, er kommt erst am Abend, wenn die Eltern wieder beim Baby sind.

2.44 riot police, November,30
Der Polizeieinsatz vom 30. November hat einiges verändert, er hat die Fronten verhärtet, bei den Protestierern den Durchhaltewillen gestärkt.

2.59 SOT Yulia Ilchuk, sociologist:

“73 Prozent der Befragten sagten, sie widmen dem Protest alle ihre Zeit und das solange, bis ihre Forderungen erfüllt werden.
Nur 9 Prozent kommen nur für zwei bis drei Tage und drei Prozent wollen bis Sylvester bleiben.”

3.16 protesters arrested during the clashes near the Presidential Administration on December,1

Überraschen kann diese Entwicklung nicht.
Das hat noch jede Regierung zu spüren bekommen – Gewalt verstärkt nur die Entschlossenheit von Menschen, die von der Gerechtigkeit ihrer Sache überzeugt sind.

3.30 ends