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Zentralfrikanische Republik: Humanitäre Krise verschärft sich

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Zentralfrikanische Republik: Humanitäre Krise verschärft sich

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Nach dem französischen Präsidenten François Hollande besucht nun auch Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian die Zentralafrikanische Republik, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen.

Innerhalb einer Woche erhöhte sich die Zahl der gemeldeten Toten durch Übergriffe auf rund 600. Allein in der Hauptstadt Bangui sind es 450.

Etwa 1600 französische Soldaten versuchen gemeinsam mit einer Schutztruppe der Anrainerstaaten, die beiden Seiten des inzwischen konfessionell geprägten Konfliktes auseinanderzuhalten.

“Hier sind überall noch Waffen versteckt”, so diese Mutter. “Unsere Kinder sind verschwunden, wir wissen nicht, wohin. Das Land ist im Krieg und wir wissen nicht, wie wir das überleben sollen.”

Am Flughafen in Bangui lieferten Transportflugzeuge am Freitag unter anderem aus Großbritannien Material für die Schutztruppen an.

Auf dem Gelände suchen nach Einschätzung des Flüchtlingshilfswerks UNHCR inzwischen aber auch rund 38.000 Zivilisten Zuflucht vor den Übergriffen muslimischer Séléka-Kämpfer und christlicher Bürgerwehren. Die Flüchtlinge sind dort ohne ausreichend Wasser oder sanitäre Versorgung.

Gemeinsam mit Partnerorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen versuchen die Vereinten Nationen von hier aus auch, Material wie Zelte und Geburtshilfekits ins ganze Land zu verteilen.

Allein in Bangui wird die Zahl der Vertrieben auf 160.000 geschätzt.