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Zu großer Andrang vor Mandelas Sarg: Nicht alle konnten Abschied nehmen

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Zu großer Andrang vor Mandelas Sarg: Nicht alle konnten Abschied nehmen

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Zehntausende Südafrikaner haben in Pretoria ihrem Nationalhelden Nelson Mandela Lebewohl sagen wollen – das überforderte die Polizei. Sie mühte sich mit wütenden Trauergästen ab, die vom Schlange stehen frustriert waren.

Es war der dritte und letzte Tag, an dem Mandela im Regierungsgebäude aufgebahrt lag. Eine aufgebrachte Menge fürchtete, es nicht bis zum Sarg zu schaffen und durchbrach eine Sicherheitsabsperrung.
Viele wurden am Ende enttäuscht: Nicht alle konnten bis zu Mandelas Leichnam durchgelassen werden.

“Wir haben so lange gewartet, das ist völliger Unsinn!”, sagte ein Wartender. “Seit heute Morgen um fünf Uhr bin ich hier.”

“Das ist nicht gerecht”, rief eine Frau, “das ist wirklich nicht fair”, sagte eine andere.

Begraben werden wollte Mandela in Qunu, dem Dorf seiner Ahnen, in dem er auch aufgewachsen ist. Am Samstagmorgen soll der Sarg in die Provinz Ostkap geflogen werden. Dort bereiten sich die Einwohner auf das Staatsbegräbnis vor, das am Sonntag stattfinden wird. Viele Staatschefs werden zu der Zeremonie erwartet, deshalb wurden im Dorf besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen.

Nelson Mandela war am Donnerstag vergangener Woche im Alter von 95 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben.