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Südafrika bereitet sich auf Nelson Mandelas Staatsbegräbnis vor

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Südafrika bereitet sich auf Nelson Mandelas Staatsbegräbnis vor

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Der Sarg des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela ist in dessen Heimatdorf Qunu angekommen.

Die Stimmung in der südafrikanischen Provinz Ostkap lässt eher ein Freudenfest vermuten, als einer Trauerfeier, doch genau so hätte es Mandela gewollt, sagen Freunde und Familie. Tausende säumten die Straße bis ins Dorf Qunu, “in dem Mandela beerdigt werden soll:“http://de.euronews.com/2013/12/09/qunu-bereitet-sich-auf-mandela-beerdigung-vor

“Als ich Mandelas Leichenwagen vorbeigefahren ist, konnte ich mich gar nicht mehr beruhigen”, sagte eine junge Frau. “Es war, wie seine Hand zu halten. Ich war sehr aufgeregt, ich habe ihn gesehen!”
Eine andere meint: “Das war wirklich ein magischer Moment: Ich fühlte mich schlecht, doch gleichzeitig war ich auch voller Glück. Dieser Mann hat gekämpft, um Schwarze und Weiße zusammenzubringen.”

Das Dorf Qunu ist schon seit Tagen für die Öffentlichkeit gesperrt, nur noch Anwohner dürfen in die Nähe des Mandela-Hauses. In den vergangenen Tagen hatten sich bereits Zehntausende in Pretoria von dem Freiheitskämpfer verabschiedet.

Für die offizielle Beerdigungszeremonie in Qunu werden etwa 4500 Gäste erwartet, darunter auch 26 Staats- und Regierungschefs. Der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu dagegen ist nach eigenen Worten nicht eingeladen. Während des Apartheid-Regimes hatte er dafür gekämpft, dass Mandela aus dem Gefängnis entlassen wird.

Nach dem offiziellen Teil soll Mandela im engen Familien- und Freundeskreis beerdigt werden. Dabei werden uralte Rituale der Xhosa erwartet, dem Stamm, dem Mandela angehört hatte.