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Abschied von Peter O'Toole


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Abschied von Peter O'Toole

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Mit Peter O’Toole geht einer der ganz großen Charakterschauspieler, eine Kinolegende. Er wurde als “Lawrence von Arabien” berühmt – und als Verlierer in der Oscar-Nacht. Insgesamt acht Mal war er nominiert und ging ebenso oft leer aus. 2003 erhielt er den Oscar für sein Lebenswerk.

“Immer nur Braujungfer, niemals die Braut. Von wegen”, scherzte O’Toole damals. “Ich habe jetzt meinen eigenen Oscar, bis in alle Ewigkeit. Der Akademie möchte ich meine Freude über diese Ehre bekunden. Die Magie der Filme zog mich schon als Kind in ihren Bann. Und während ich ins Greisenalter stolpere begeistert mich diese Magie noch immer.”

Die Rolle als Wüstenheld in “Lawrence von Arabien” verschaffte ihm 1962 weltweiten Ruhm und seine erste, fruchtlose Oscar-Nominierung. Dafür gab es später andere Preise in seiner 50-jährigen Karriere mit knapp 70 Filmen. Auch dem Theater hielt der Schauspieler zeitlebens die Treue.

“Bei allen guten Drehbüchern und Theaterstücken kommt es zu einer ganz besonderen Reaktion”, sagte Peter O’Toole. “Man sieht die Tinte auf dem Papier, die Tinte dringt ins Auge, in den Verstand und kommt aus dem Mund wieder heraus. Alle wirklich guten Werke sind lebendig, für den Schauspieler und seine Empfindlichkeit zugänglich.”

Nicht nur den Wüstenhelden spielte er, auch Shakespeare-Könige und witzige Rollen. Nach einer schweren Krise und Alkoholproblemen in den 70er Jahren gelang ihm Anfang der 80er das Comeback. Erst im vergangenen Jahr hatte sich Peter O’Toole endgültig von der Schauspielerei verabschiedet.
Er hinterlässt seine ganz persönlichen Spuren als Kinogigant.

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