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Streit zwischen Brüssel und Moskau um die Ukraine vertieft sich

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Streit zwischen Brüssel und Moskau um die Ukraine vertieft sich

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Der Streit zwischen der EU und Russland um die Ukraine hat sich vertieft. Gleichzeitig reden beide Seiten das angespannte Verhältnis schön. Drei Wochen nach dem Verzicht der Ukraine auf ein Partnerschaftsabkommen mit der EU werfen sich Brüssel und Moskau gegenseitig vor, Druck auf Kiew auszuüben. Nach einem Treffen mit seinen EU-Kollegen sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow in Brüssel, die Ukraine werde dazu gedrängt, sich für Europa zu entscheiden, als weigere sich Russland mit Europa zusammenarbeiten und als dränge es stattdessen die Ukraine und andere Länder der Östlichen Partnerschaft in eine andere Richtung. Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton vermied es, von einem Konflikt mit Russland zu sprechen. Sie glaube nicht, dass sich die Beziehungen zwischen der EU und Moskau verschlechtert hätten. Sie fügte hinzu: “Russland und die EU sind strategische Partner. Es ist daher notwendig, alle damit verbundenen Themen gemeinsam abzuarbeiten. Dazu zählt auch, wie wir in unserer eigenen Nachbarschaft auftreten.” Schweden und Großbritannien hingegen warfen Moskau deutlich vor, Druck auf die Ukraine auszuüben. Auch EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle wurde kritisiert. Er hatte am Sonntag per Twitter mitgeteilt, Brüssel wolle mit der Ukraine nur noch verhandeln, wenn Kiew sich verpflichte, das Abkommen zu unterzeichnen.