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Ukraine: Tauziehen zwischen dem Westen und Russland

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Ukraine: Tauziehen zwischen dem Westen und Russland

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US-Senator John McCain hat den ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch daran erinnert, dass die USA Sanktionen erwägen, falls die Führung erneut mit Gewalt gegen die proeuropäischen Demonstranten vorgehe. Der US-Politiker traf sich auch mit der Opposition und versicherte den Demonstranten auf dem Maidan-Platz in Kiew, dass die USA auf der Seite des Volkes stünden.

Doch nicht alle Ukrainer sind prowestlich eingestellt. Am Wochenende versammelten sich auf dem Marinski-Platz Unterstützer des Russlandkurses. Moskau warf dem Westen Realitätsverlust vor. Janukowitschs Entscheidung das Assoziierungsabkommen mit der EU nicht zu unterschreiben, sei normal gewesen, die Reaktionen darauf allerdings schamlos.

Der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton zufolge steht die Tür zur Europäischen Union weiter für die Ukraine offen: “Wir machen uns große Sorgen angesichts der Sachen, die gesagt wurden. Ich habe mit Präsident Janukowitsch gesprochen, um herauszufinden, welche kurzfristigen wirtschaftlichen Fragen ihn daran hindern, das Abkommen zu unterschreiben. Ich habe das Gefühl, dass wir zusammen eine Lösung finden können.”

Oppositionsführer Vitali Klitschko erhob unterdessen schwere Vorwürfe. Janukowitsch bereichere nur sich selbst, Wahlen würden gefälscht und die Korruption sei beispiellos. Er sagte auch, Janukowitsch habe es auf ihn abgesehen und lasse ihn überwachen. Klitschko wünschte sich, dass sich Deutschland als Vermittler in den Konflikt einschaltet.