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US-Regierung erweitert Sanktionen gegen Iran

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US-Regierung erweitert Sanktionen gegen Iran

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Die Europäische Union könnte bald einige Wirtschaftssanktionen gegen den Iran aufheben. Sobald die Bestätigung der internationalen Atomenergieorganisation eingeht, dass das Land Uran nur noch bis maximal fünf Prozent anreichert, will die EU ihren Teil der Genfer Abmachung umsetzen.

US-Sanktionen gegen weitere ausländische Firmen, die mit dem Iran im Geschäft sind, hatten jüngst in Teheran für Verstimmung gesorgt.

Euronews-Journalist Olaf Burns war vor Ort und traf den iranischen Außenminister Mohammed Dschawad Sarif:
“Die Sanktionen zeugen von einem Mangel an Verständnis. Die USA wissen nicht, wie sie vorgehen sollen, um den Atomkonflikt zu lösen. Manche Menschen klammern sich an die Idee, dass Druck für Ergebnisse sorgen wird. Sie haben unrecht: Druck hat lediglich für 18.000 neue Zentrifugen im Iran gesorgt. Wenn sie weiterhin diesen Weg gehen möchten, dann sollen sie das tun, doch sie sollten keine Lösung des Konflikts erwarten. Die Internationale Gemeinschaft, die Regierung der USA, der Rest der 5+1 Gruppe und der Iran haben entschieden, einen Schritt in Richtung Lösung zu machen. Deshalb sollten die USA ihre gescheiterten diplomatischen Ansätze aufgeben und nach neuen Methoden suchen. Solche Dinge stören den Prozess, doch ich glaube, dass alle Teilnehmer wollen, dass die Verhandlungen weitergehen.Wir werden auf jeden Schritt, der uns inakzeptabel oder ergebnislos erscheint, entsprechend reagieren.”

Olaf Burns, euronews:
“Das Time Magazine schrieb letzte Woche, dass Sie die Verhandlungen beenden würden, wenn die USA neue Sanktionen verhängen. Haben Sie ihre Meinung geändert?”

Mohammed Dschawad Sarif:
“Nein. Falls der Kongress neue Sanktionen verhängen würde, wenn uns also die US-Regierung mittels Befehlen neue Sanktionen auferlegen würde, dann wäre das nicht mit dem Genfer Abkommen vereinbar. Das würde die Abmachung verletzen, sie wäre somit nicht mehr gültig. Ich glaube, dass das Vorgehen des US-Finanzministeriums nicht hilfreich ist, wirklich verletzen tut es unsere Abmachung aber nicht. Die Geschehnisse stellen die Intention der USA, eine Lösung für den Atomkonflikt zu finden, infrage. Es ist ein Rückschlag. Doch das heißt nicht, dass sie mit diesem Schritt die Verhandlungen scheitern lassen wollten.”