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Einige verweigern Angela Merkel ihre Stimme

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Einige verweigern Angela Merkel ihre Stimme

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Angela Merkels dritte Amtszeit als deutsche Bundeskanzlerin hat begonnen: Mit großer Mehrheit wurde sie im Bundestag wiedergewählt. Merkel ist nun seit 2005 im Amt, bis 2017
geht die neue Amtszeit.

Die große Mehrheit war Merkel allerdings sowieso sicher, schließlich stellt die große
Koalition von CDU und CSU mit den Sozialdemokraten gut vier Fünftel der Abgeordneten – 504 von 631.

Einige von ihnen müssen sich aber entschlossen haben, Merkel ihre Stimme zu verweigern: Gut dreißig Stimmen aus den eigenen Reihen fehlten ihr – ein paar Enthaltungen, die meisten aber Gegenstimmen. Nicht alle in der Union sind zum Beispiel von dem Koalitionsvertrag mit der SPD begeistert.

Die Kanzlerin und ihre neue Regierung wurden dann durch Bundespräsident Joachim Gauck in dessen Amtssitz Schloss Bellevue vereidigt. Als Vizekanzler hat Merkel in dieser Amtszeit Sigmar Gabriel neben sich, den SPD-Chef und nun auch Wirtschafts- und Energieminister.

Die Überraschung war wohl die Ernennung von Ursula von der Leyen zur Verteidigungsministerin. Das jüngste Gesicht in der neuen Bundesregierung ist Manuela Schwesig: Die 39-jährige Sozialdemokratin ist nun Familienministerin.

In der neuen Regierung stellen CDU und CSU zusammen acht Minister, dazu kommt der Kanzleramtsminister. Die Sozialdemokraten leiten sechs Ministerien. Seit 2005 schon an Merkels Seite, wenn auch in verschiedenen Ressorts, sind von der Leyen sowie Innenminister Thomas de Maizière und Finanzminister Wolfgang Schäuble.