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Iran will mit EU den Drogenhandel bekämpfen

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Iran will mit EU den Drogenhandel bekämpfen

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Die heiklen Themen Menschenrechte und Todesstrafe im Iran hat eine EU-Delegation bei ihrem Besuch in Teheran zumindest angesprochen. Die Abgeordneten des Europaparlaments trafen den Chef des iranischen Rates für Menschenrechte, Mohammed-Javal Larijani. Dieser behauptet, dass 80 Prozent der vollstreckten Todesstrafen im Iran wegen Drogendelikten verhängt würden.

Und Larijani erklärte, er persönlich sei dafür, die Todesstrafe zu revidieren und im Kampf gegen Drogenkriminalität auf den gemeinsamen Kampf gegen Drogenhandel – besonders zusammen mit der Europäischen Union – zu setzen. Die Grünen-Abgeordnete Tarja Cronberg aus Finnland meinte, man müsse den Iranern auch erklären, dass das Europaparlament die Todesstrafe auch in anderen Staaten kritisiere wie in den USA und in China.

Ende November hatte das Auswärtige Amt in Berlin die Hinrichtungswelle im Iran offiziell kritisiert und unterstrichen, dass auch nach der Amtsübernahme von Präsident Rohani im August mehr als 200 Todesurteile vollstreckt worden seien. Im Iran werden auch homosexueller Geschlechtsverkehr, Ehebruch und Abkehr vom Glauben mit der Todesstrafe geahndet.