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Lange Leitung aus Aserbaidschan

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Lange Leitung aus Aserbaidschan

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In Aserbaidschan ist die endgültige Investitionsentscheidung für eine neue Pipeline-Verbindung zwischen dem Kaspischen Meer und Westeuropa gefallen. Durch die Erschließung des Gasfelds Shah Deniz II im Kaspischen Meer möchte Europa weniger abhängig werden von russischem Erdgas. Federführend ist hier BP mit einem internationalen Konsortium. Kosten summa summarum: 35 Milliarden Dollar. Laut EU-Energiekommissar Günther Oettinger könnten langfristig bis zu 20 Prozent des europäischen Erdgas-Bedarfs über diesen Korridor kommen. “Ein strategische Türöffner für mehr Energiesicherheit Europas”, freute sich EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso.

Vugar Bayramli, Zentrum für Wirtschafts- und Sozialentwicklung:

“Aserbaidschan bekommt einen direkten Zugang zum europäischen Markt und kann im ersten Jahr mehr als 10 Milliarden Kubikmeter Erdgas auf den europäischen Markt zu exportieren.”

In den Verträgen von Baku geht es um die Entwicklung des Gasfelds und um die Pipelines Trans-Anatolien (TANAP) und Trans-Adriatic (TAP) zwischen dem Kaspischen Meer und Süditalien. Die Pipelineprojekte Seep und die von der EU-Kommission unterstützte Nabucco-Röhre zwischen Südost- und Mitteleuropa gelten als gescheitert.

su mit Reuters