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EU gegen undurchsichtige Geschäfte in Spaniens Fußball

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EU gegen undurchsichtige Geschäfte in Spaniens Fußball

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Die EU-Kommisssion hat Ermittlungen gegen sieben spanische Fußballmannschaften wegen illegaler Verwendung öffentlicher Gelder und undurchsichtiger Geschäfte eingeleitet.
Vier dieser Teams sollen von Steuervorteilen profitiert haben, die ihnen nicht zustanden. So zahlen Real Madrid und Barcelona – die beiden umsatzstärksten Teams in Spanien – nur 25 Prozent Körperschaftssteuer – fünf Prozent weniger als andere Sportunternehmen.

Der EU-Kommissar für Wettbewerb – der Spanier Joaquim Almunia erklärte, auch Unternehmen in Schwierigkeiten müssten die Regeln befolgen, wenn sie staatliche Unterstützung erhielten.. Die Untersuchung der EU-Kommission werde zuerst diese Fälle ins Auge fassen und dann eine Entscheidung fällen, die die Finanzierungsregeln berücksichtigt.

In einer weiteren Untersuchung der EU-Kommission geht es um den Verkauf eines Trainingsgeländes von Real Madrid. In einer Art Tauschhandel mit der Stadt Madrid wurde das Gelände für 22.7 Millionen Euros weitergegeben. 1998 war es etwa 600.000 Euros wert gewesen.

Hauptsächlich befassen sich die Ermittlungen damit, dass Barcelona. Real Madrid, Athletic Bilbao und Osasuna 25 statt 30 Prozent Körperschaftssteuer gezahlt haben.

Doch auch Valencia, Hercules und Elche sind betroffen, da sie bis zu 75 Millionen Euros staatliche Kredite erhalten haben. Wenn die Vereine schuldig gesprochen werden, gehen die Gelder an den spanischen Staat zurück.