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EU verschärft Tabakgesetze

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EU verschärft Tabakgesetze

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Die EU will künftig mit strengeren Tabakgesetzen Raucher abschrecken. Fotos von Geschwüren oder Raucherlungen sowie Warnhinweise müssen ab 2016 mindestens 65 Prozent der Packungsoberfläche abdecken.

Streit gab es bis zuletzt um E-Zigaretten. Einige Staaten wollten die nachfüllbaren Kartuschen verbieten, doch das Europaparlament lehnte das ab. Die EU-Abgeordnete Linda McAvan betonte: “Das Parlament hat gesagt, dass E-Zigaretten reguliert werden müssen, und das ist es, was wir heute erreicht haben. Es ging nie darum E-Zigaretten zu verbieten. In Medien war davon oft fälschlicherweise die Rede. Niemand hatte je vor, E-Zigaretten zu verbieten. In der Diskussion ging es lediglich darum, E-Zigaretten zu regulieren und das Ergebnis ist, dass sie künftig den gleichen Regeln wie Tabakprodukte unterworfen sein werden.”

Die Regeln zu E-Zigaretten sehen nun vor, dass stark dosierte Nikotin-Kartuschen als Arzneimittel gelten sollen. Damit wären sie in Deutschland z.B. nur in Apotheken zu haben. Schwächer dosierte E-Verdampfer können weiterhin frei verkäuflich sein.

Die Tabakrichtlinie ist umstritten: Die Industrie warnt vor schlechten Geschäften, die Europäische Kommission verweist hingegen auf die 700.000 Menschen, die pro Jahr in der EU an den Folgen vom Rauchen sterben. Diese Zahl müsse dringend sinken, auch um die Gesundheitskosten einzudämmen.