Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Freilassung vor Sotschi? Russland begnadigt tausende Gefangene


Russland

Freilassung vor Sotschi? Russland begnadigt tausende Gefangene

In Russland hat die Staatsduma eine von Präsident Wladimir Putin vorgeschlagene Amnestie für tausende Gefangene beschlossen. Profitieren von dem Gnadenakt sollen unter anderem die ausländischen Greenpeace-Aktivisten, die Frauen von Pussy Riot, aber auch einige Demonstranten, die gegen Putins Wiederwahl protestiert hatten.

Der Oppositionspolitiker Dmitry Gudov erklärte, was auch die westlichen Medien glauben, nämlich, dass man der Welt vor den Olympischen Spielen in Sotschi zeigen wolle, dass es in Russland keine politischen Gefangenen gebe.

Die infhaftierten Mitglieder der Punk Band Pussy Riot fallen vor allem deshalb unter die Amnestie, weil beide kleine Kinder haben. Doch ihre zweijährige Lagerhaft endet ohnehin Anfang März – und die Formalitäten der Begnadigung können sich bis zu sechs Monate lang hinziehen.

Einer der 30 inhaftierten Greenpeace Aktivisten, der Brite Alex Harris, teilte seine Erleichterung über die bevorstehende Freilassung bereits auf Twitter mit. Die wegen Rowdytums angeklagten Umweltschützer sollen baldmöglichst nach Hause ausreisen dürfen.

Während prominente Putin-Gegner wie Michael Khodorkowski und Alexei Navalny nicht von der Amnestie profitieren werden, könnte der wegen Korruption verurteilte Ex-Verteidigungsminister Anatoly Serdjukow begnadigt werden.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Automatische Übersetzung

Nächster Artikel

welt

EU verschärft Tabakgesetze