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Nach schockierendem Video aus Lampedusa: EU fordert Konsequenzen

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Nach schockierendem Video aus Lampedusa: EU fordert Konsequenzen

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Die Bilder stammen von der italienischen Insel Lampedusa, einem der bekanntesten Anlaufposten für Flüchtlinge, die nach Europa wollen.

Ein syrischer Flüchtling filmte dort mit seiner Handykamera, wie das Wachpersonal die Ankömmlinge mit Desinfektionsmitteln gegen die Krätze absprüht.

Die Art und Weise wie dies geschieht, sorgte erst in Italien und jetzt auch in Brüssel für Empörung. EU-Kommissarin für Innenpolitik Cecilia Malmström nannte die Bilder erschreckend und inakzeptabel, man habe eine Untersuchung eingeleitet.

Ihr Sprecher Michele Cercone sagte nun, die Kommission fordere konkrete Konsequenzen: “Wir wissen, dass in Italien bereits eine Untersuchung läuft und wir müssen noch herausfinden, wer verantwortlich ist. Aber die Kommission hatte Geld für die Lösung der Probleme zur Verfügung gestellt, und wir wollen bessere Verhältnisse und konkrete Ergebnisse in allen Internierungslagern. Sonst werden wir einschreiten. Das könnte bis hin zu juristischen Schritten gehen.”

Weil Lampedusa eine der Außengrenzen der EU ist, hatten die Grenzschutzbehörden auf der Insel in den vergangenen Jahren mit einer Welle von Boots-Flüchtlingen zu kämpfen.

Italien fordert, die Belastung durch die Asylsuchenden besser aufzuteilen, während nördliche EU-Länder gerne darauf verweisen, dass sie bereits mehr Flüchtlinge aufnähmen, als der Süden.