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Snowden will Brasilien im NSA-Skandal helfen, kann aber nicht

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Snowden will Brasilien im NSA-Skandal helfen, kann aber nicht

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Edward Snowden sorgt wieder für Schlagzeilen. Diesmal in Brasilien. In einem offenen Brief, der in mehreren Zeitungen abgedruckt wurde, bot der Whistleblower dem Land grundsätzlich Hilfe bei der Aufarbeitung des NSA-Abhörskandals an. Allerdings sei er im Moment dazu nicht in der Lage, da ihn die US-Regierung daran hindere.

Snowden, so spekulierten einige Beobachter, habe es mit dem Schreiben auf einen erneuten Asylantrag in Brasilien abgesehen. Ein Eindruck, dem der Journalist und Snowden-Vertraute Glenn Greenwald widersprach. Snowden habe lediglich erklären wollen, warum er den brasilianischen Senatoren, die ihn um Unterstützung gebeten hätten, derzeit nicht helfen könne.

Snowden ist nach wie von in Russland, das Asyl dort ist aber befristet. Diese Bilder stammen vom Besuch des deutschen Bundestagsabgeordneten Christian Ströbele in Moskau. In dem offenen Brief lobte Snowden die Kritik Brasiliens an den Spähaktionen der Amerikaner. Die Präsidentin des Landes, Dilma Rousseff, war selbst Ziel der NSA. Sie sagte im Oktober wegen des Skandals einen Besuch in Washington ab. Auf den Brief Snowdens hat die brasilianische Regierung bisher noch nicht reagiert.