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Zugräuber Ronnie Biggs ist tot

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Er wurde zu einer Art Legende und lebte ganz gut davon: Der britische Zugräuber Ronnie Biggs ist heute im Alter von 84 Jahren gestorben.

Los ging alles mit dem Überfall auf einen Postzug, an dem sich Biggs 1963 beteiligte. Die Räuber erbeuteten 2,6 Millionen Pfund – nach heutigem Wert fast 48 Millionen Euro.

30 Jahre sollte Biggs ins Gefängnis, brach aber 1965 aus und floh nach Paris, Spanien, und Australien. Scotland Yard spürte den Räuber 1974 in Brasilien auf. Weil Biggs inzwischen aber ein Kind mit einer Brasilianerin hatte, konnte er nicht ausgeliefert werden.

Wegen seines Gesundheitszustand und trotz der Haftstrafe, die dort auf ihn wartete, kehrte Biggs 2001 dann doch zurück. Acht Jahre später kam er wegen seiner schlechten Gesundheit aber endgültig frei.

Da war Biggs 80 Jahre alt, und vom Geld des Zugraubs schon lange nichts mehr übrig. Er habe seinen Anteil von 147.000 Pfund innerhalb von drei Jahren ausgegeben, sagte Biggs einem Richter.

Und doch hat er von seinem Verbrechen nicht schlecht gelebt. Seine Memoiren, Werbespots für Türschlösser in Südamerika oder Musikaufnahmen mit den Sexpistols sicherten dem inzwischen zu einer Art Volksheld gewordenen Biggs zeitlebens ein Einkommen.