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Artenschutz im Donaudelta

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Artenschutz im Donaudelta

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Das rumänische Donaudelta ist das größte Sumpfgebiet Europas und Lebensraum für Tausende Tier- und Pflanzenarten. Hier finden rund 330, zum Teil bedrohte Brut- und Zugvogelarten Zuflucht, darunter zum Beispiel Reiher, Löffler, Braunsichler, Zwergschaben oder Rothalsgans..
Fast 2.000 Pflanzen- und 130 Fischarten gibt es hier. Und nicht zu vergessen: die größte Pelikanbevölkerung Europas.

“Der Pelikan ist das Symbol des Donaudeltas”, erklärt der Leiter des Delta-Museums Viorel Cuzic. “Es gibt mehr als 3500 Paare. Sie kommen, um auf den schwimmenden Inseln zu brüten. Das ist der ideale Ort, um Nester zu bauen und Jungvögel aufzuziehen, denn niemand kann sie dort stören. Vor allem nicht der Mensch, einer der größten Störfaktoren für diese Vögel.”

Seit 20 Jahren gehört das Naturparadies zum Unesco-Weltnaturerbe, doch das Delta ist in Gefahr. Umweltverschmutzung, Landwirtschaft, Tierzucht und Industrie bedrohen das empfindliche Ökosystem. Überfischung, und die Einführung exotischer Fischarten sind eine weitere Gefahr.

Der Stör gilt als eine die ältesten Fischarten der Welt. Bekannt ist der Fisch auch als Kaviarlieferant, und deswegen eine bedrohte Art, meint Laura Haralambie vom Deltamuseum. “Sämtliche Störarten werden durch wildes Fischen bedroht, selbst wenn das seit 2006 offiziell verboten ist und die Fische unter Artenschutz stehen. Der illegale Fischfang geht weiter.”

Die einzigartige Naturlandschaft für künftige Generationen zu erhalten ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten in der Region. Die Zeit drängt.