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EU-Mission in der Zentralafrikanischen Republik rückt näher

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EU-Mission in der Zentralafrikanischen Republik rückt näher

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Die Außenminister der EU wollen im Januar entscheiden, ob das französische Eingreifen in der Zentralafrikanischen Republik zu einer europäischen Mission ausgeweitet wird. Das kündigte Staatspräsident Francois Hollande am Freitag zum Abschluss des EU-Gipfels in Brüssel an.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel machte deutlich, dass es rückwirkend keine Finanzierung des französischen Alleingangs in Afrika geben werde. Hollande hatte dies zuvor gefordert.

“Einigen konnten wir uns aber auf Folgendes: Andere Europäische Länder werden sich an einer schnellen Eingreiftruppe für Afrika beteiligen. Wenn wir uns auch langfristig darauf festlegen können, wird Frankreich nicht mehr allein agieren müssen, wie es in Mali und der Zentralafrikanischen Republik der Fall war”, so Hollande am Freitag.

Um eine humanitäre Katastrophe zu vermeiden, hatte Frankreich zuletzt 1600 Soldaten in seine ehemalige Kolonie geschickt. Seit Anfang Dezember sind dort nach Angaben von Amnesty International fast 1000 Menschen ums Leben gekommen. Die bewaffnete Auseinandersetzung zwischen Christen und Muslimen hat bisher Hunderttausende Einwohner in die Flucht getrieben.