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Schwierige Ursachensuche nach Londoner Theaterunglück

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Schwierige Ursachensuche nach Londoner Theaterunglück

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Nach dem Theaterunglück von London wird nun nach den Ursachen gesucht. Im Apollo-Theater an der Theatermeile Shaftesbury Avenue waren gestern während der Vorstellung Stuckteile von der Decke gefallen. Fast achtzig Menschen wurden verletzt, die allermeisten von ihnen leicht. Das Theater war weitgehend ausverkauft, viele Familien waren da.

“Es hätte auch viel schlimmer kommen können”, sagt der Feuerwehrmann Nick Harding:
“Immerhin waren über siebenhundert Leute im Saal, und ein großer Teil der Decke ist heruntergekommen.”

Die Saaldecke an sich im Apollo-Theater sei stabil, sagen Fachleute nach einer Untersuchung heute. Warum aber der Putz herunterkam, ist unbekannt. Das Haus ist gut hundert Jahre alt; auch andere historische Theater im West End werden nun außerplanmäßig auf ihre Sicherheit überprüft.

Vor zehn Jahren hatte ein Theaterverband, der Theatres Trust, in einem Bericht festgestellt, die Bühnen im Londoner West End müssten modernisiert werden, für 250 Millionen Pfund.

Dieses Geld sei aber nie geflossen, sagt Alistair Smith von der Fachzeitschrift “The Stage”. Einiges sei von den Theaterbesitzern gekommen, aber eigentlich habe man damals gedacht, die Regierung müsste das machen, und da sei nie etwas passiert. Smith
hält es auch für möglich, dass stattdessen dann die Olympischen Spiele letztes Jahr in London die Aufmerksamkeit und das Geld für sich beansprucht hätten.