Eilmeldung

Eilmeldung

Südsudan - kaum unabhängig, schon wieder in blutige Kämpfe verstrickt

Sie lesen gerade:

Südsudan - kaum unabhängig, schon wieder in blutige Kämpfe verstrickt

Schriftgrösse Aa Aa

So lässt sich die Lage im jüngsten Staat der Erde auf den kürzesten Nenner bringen. Es wurden sogar UN-Blauhelme angegriffen und drei indische Soldaten getötet. Ob das, was vorausging, ein Staatstreich war, darüber gibt es keine Klarheit.
Klar ist nur, dass seit Tagen bei Kämpfen Menschen sterben. Der stellvertreten UN-Generalsekretär Jan Eliasson sprach von großer Beunruhigung. Er berichte, dass die UN-Basis Akobo im östlichen BundesstaatJonglei angegriffen wurde, wonachTodesopfer zu beklagen seien.
Die Rede ist von Rebellen, die Riek Machar verteidigen, den Vize-Präsidenten, den der Präsident Salva Kiir im Juli zusammen mit den ganzen Kabinett entlassen hatte. Machar hatte daraufhin angekündigt, bei den 2015 anstehenden Wahlen gegen Präsident Kiir anzutreten. Zu den schwersten Kämpfen kam es in Bor, der Hauptstadt des Bundesstaates Jonglei. Hier sollen Soldaten vom Stamm der Dinka, zu dem der Präsident gehört, gezielt Soldaten vom Stamm seines Widersachers getötet haben. Diese Informationen stammen von Beobachtern der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch.
Präsident Salva Kiir, der Mann mit Hut, erklärte sich danach vor 2 Tagen bereit, mit seinem Widersacher zu diskutieren. Der will aber nur noch über die Bedingungen für den Rücktritt des Präsidenten reden und über nichts weiter.
Währenddessen versuchen Ausländer, das Land zu verlassen. Laut Zeitungsberichten soll am Donnerstag auch auch der Chef des Einsatzführungskommandos der deutschen Bundeswehr, General Hans-Werner Fritz,auf Inspektionsreise in der Region, zeitweise im Südsudan festgessen haben.