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Verteidigung: EU-Mitgliedsstaaten wollen enger zusammenarbeiten

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Verteidigung: EU-Mitgliedsstaaten wollen enger zusammenarbeiten

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Die EU-Staats- und Regierungschefs haben die Entscheidung über verbindliche Wirtschaftsreformen auf Oktober verschoben. Im Entwurf zur Abschlusserklärung war noch von Juni die Rede gewesen.

Im Bereich Sicherheits- und Verteidigungspolitik wurde zwar eine engere Zusammenarbeit beschlossen. Doch die Formulierungen blieben sehr vage.

Frankreichs Präsident Francois Hollande scheiterte mit seinem Vorstoß, europäische Partner für die Kriegseinsätze in Afrika mitbezahlen zu lassen.

Bei Europas Verteidigungspolitik geht um Militäreinsätze, um milliardenschwere Rüstungsprojekte und Interessen der Industrie.

Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso meinte, “mit etwa anderthalb Millionen Jobs und einem Umsatz von 96 Milliarden Euro gehört dieser Sektor zu den wichtigsten der europäischen Wirtschaft. Aber nicht nur die europäische Wirtschaft, sondern auch die Verteidigungspolitik ist wichtig, wie es in der Abschlusserklärung heißt.”

Beschlossen wurde die Entwicklung einer europäischen Drohne ab 2020. Es war das erste Mal seit fünf Jahren, dass die Staats- und Regierungschefs in der EU über Verteidigung und Rüstung debattierten.

Die Einschätzung der euronews-Korrespondentin Fariba Mavaddat in Brüssel: “Es gibt widersprüchliche Interpretationen der europäischen Mitgliedsstaaten, wie zur europäischen Verteidigungspolitik beigetragen werden soll. Deshalb sieht es so aus, als ob noch ein langer Weg vor ihnen liegt, bis es zu einer gemeinsamen Front in einem militärisch stärker werdenden Europa kommt.” FM, euronews Brussels.