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Thailands Opposition will Neuwahlen boykottieren

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Thailands Opposition will Neuwahlen boykottieren

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Die Opposition in Thailand will die für Februar angekündigten Neuwahlen boykottierten. Das kündigte Ex-Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva am Samstag in Bangkok an.

Nach massiven Protesten hatte Regierungschefin Yingluck Shinawatra vor zehn Tagen das Parlament aufgelöst. Sie selbst will bis zu den Wahlen im Amt bleiben und erneut antreten. Die Demonstranten fordern ihren sofortigen Rücktritt und grundlegende politische Reformen.

“Wir wissen doch alle: Wenn wir im Februar wählen gehen, werden wir nachher dieselben bösen Mächte im Parlament haben wie jetzt auch”, so eine Regierungsgegnerin in Bangkok. In der Hauptstadt und anderswo im Land richteten sich am Samstag Oppositionelle auf längere Demonstrationen ein. Sie werfen der Regierungschefin Korruption und Verschwendung von Steuergeldern vor.

Unterdessen mobilisierte die Ministerpräsidentin ihre Anhänger. Am Freitag besuchte sie den mehrheitlich regierungstreuen Norden des Landes. Die Wut ihrer Gegner richtet sich vor allem gegen Yinglucks einflussreichen Bruder Thaksin. Nach Angaben der Opposition lenkt der Ex-Ministerpräsident aus dem Exil in Dubai noch immer die Regierungsgeschäfte.