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Vereinte Nationen warnen vor Bürgerkrieg im Südsudan

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Vereinte Nationen warnen vor Bürgerkrieg im Südsudan

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Die Vereinten Nationen haben vor einer Eskalation des Konflikts im Südsudan gewarnt. Mit einer Gedenkfeier verabschiedete die internationale Friedenstruppe am Samstag zwei in dem Krisenland getötete indische Blauhelmsoldaten. Sie starben bei einem Angriff in der Provinz Jonglei, bei dem auch 20 Zivilisten getötet worden waren.

Grund für die Unruhen, die vor rund einer Woche ausbrachen, ist ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem im Juli entlassenen Stellvertreter.

Gerard Araud, UN-Vertreter:
“Es ist vor allem eine politische Krise, eine Krise innerhalb der Führung der Sudanischen Volksbefreiungsbewegung. Eine Krise und ein Pulverfass: der ethnische Konflikt. Aus der politischen Krise könnte ein Bürgerkrieg werden – wenn wir die Probleme nicht bald mittels Dialog lösen.”

US-Präsident Barack Obama rief die Konfliktparteien zu Verhandlungen auf.
Die deutsche Bundeswehr hatte am Freitag fast 100 Deutsche, darunter auch den Botschafter aus dem Krisenland ausgeflogen. Tausende Flüchtlinge suchten inzwischen Schutz in UN-Stützpunkten.