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Michail Chodorkowski: Einsatz für politische Gefangene

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Michail Chodorkowski: Einsatz für politische Gefangene

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Putin-Gegner Michail Chodorkowski hat in Berlin auf seiner ersten Pressekonferenz nach seiner Freilassung bekräftigt, dass er sich in Russland nicht mit Politik beschäftigen will. Allerdings wolle er sich für politische Gefangenen einsetzen, die weiter in russischen Straflagern einsitzen.

Man solle in ihm nicht den Beweis sehen, dass es in Russland keine politischen Gefangenen mehr gäbe. Vielmehr sei er ein Symbol dafür, dass es nicht vergebens sei, für Menschen zu kämpfen, und dafür dass die Anstrengungen der Zivilgesellschaft auch die Menschen befreien könnten, die eigentlich schon längst die Hoffnung verloren hätten, sagte der Kreml-Gegner und frühere Milliardär.

Chodorkowski betonte abermals, dass ein Schuldeingeständnis keine Vorraussetzung für seine Freilassung war, und er keines abgegeben habe.
Der 50-Jährige war nach zehn Jahren im Gefängnis überraschend unter Mithilfe des ehemaligen deutschen Aussenministers Hans-Dietrich Genscher freigelassen worden. Er war sofort nach seiner Entlassung nach Deutschland geflogen. Wo er zukünftig leben wird, ist noch unklar.