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Weitere Proteste in Thailand

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Weitere Proteste in Thailand

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Am Sonntag haben in Bangkok erneut zehntausende Menschen gegen die Regierung von Yingluck Shinawatra protestiert. Die Opposition hatte zuvor angekündigt, die für Anfang Februar geplanten Neuwahlen zu boykottieren. Die Regierungsgegner verlangen mittlerweile nicht nur Neuwahlen, sondern auch eine Reform des politischen Systems. Thailands Regierungschefin Yingluck Shinawatra wies das zurueck. Sie sagte, mit der Entscheidung für einen neuen Urnengang habe sie die Entscheidung über die Macht bereits in die Hände des Volkes gelegt. Sie werde aber nicht zurücktreten, ohne dass eine neue Regierung im Amt sei. Sie bleibe aus Pflichtgefühl bis zu den Wahlen an der Macht, so Yingluck Shinawatra.

Die Demonstranten befürchten, dass bei Neuwahlen die Familie Shinawatra im Amt bestätigt wird. Sie verfügt über eine starke Machtbasis in den ländlichen Regionen Thailands. Die Regierungsgegner kommen dagegen grösstenteils aus den Städten. Sie werfen den Shinawatras vor, die Stimmen der zu grossen Teilen armen Landbevölkerung mit Geld und populistischen Massnahmen zu kaufen. Diese Art von politischem Klientelismus ist vor allem aus Indonesien, aber auch aus Thailand bekannt.

Seit 2001 hat die Familie Shinawatra jede Wahl in Thailand gewonnen.