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Amerikanische "Fed" geht in die zweiten hundert Jahre

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Amerikanische "Fed" geht in die zweiten hundert Jahre

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Wenn dieses Gebäude zu sehen ist, ist klar: Es geht um viel, viel Geld. Es ist der Hauptsitz der Federal Reserve, der Notenbank der USA – bekannt auch als “Fed”.

Hundert Jahre ist sie an diesem Montag alt geworden, eine junge Notenbank: Aber lange hatten die USA zuvor auf eine Zentralbank verzichtet – bis auf zwei kurzlebige Anläufe.

1907 kam es aber zu einer Panik an der Wall Street, tausende Banken gingen pleite, die Schaffung der Fed wurde in Angriff genommen und 1913 besiegelt.

Die Bilanz der Fed ist durchmischt: Die Krise Ende der Zwanziger verschärfte sie durch ihr Eingreifen erst richtig, so dass diese Krise zur Großen Depression der Dreißiger wurde.

Die Inflation der Siebziger bekämpfte sie dagegen erfolgreich – und in der Finanzkrise der letzten Jahre handelte sie schnell und entschlossen.

Dieses Handeln hat allerdings dazu geführt, dass sich die Bilanzsumme der Fed in dieser Zeit durch Anleihenkäufe vervierfacht hat, auf die sagenhafte Summe von vier Billionen Dollar. Erst jetzt sollen diese Käufe allmählich wieder zurückgefahren werden.

Das liegt nun ab Februar in den Händen von Janet Yellen, die als erste Frau an der Spitze der Federal Reserve die Nachfolge von Notenbankchefs wie Paul Volcker oder Alan Greenspan antritt.