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Auch nach ihrer Freilassung: Pussy-Riot-Aktivistinnen bleiben kämpferisch

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Auch nach ihrer Freilassung: Pussy-Riot-Aktivistinnen bleiben kämpferisch

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Ungebrochen tritt sie vor die Öffentlichkeit: Mit Nadeschda Tolokonnikowa ist auch die letzte Aktivistin der Punkgruppe Pussy Riot in Freiheit. Im März wäre ihre zweijährige Haftstrafe verbüßt gewesen. Aber auch das Gefängnis konnte ihre kämpferische Haltung nicht verändern:

“Sie ziehen nur eine Show vor den Olympischen Spielen ab. Damit wollen sie verhindern, dass die europäischen Länder die Olympischen Winterspiele in Sotschi boykottieren. Vergessen wir nicht die Leute, über die man nicht öffentlich spricht und die immer noch im Gefängnis sitzen, wo sie nicht hingehören.”

Kurz zuvor war bereits ihre Bandkollegin Maria Aljochina freigekommen. Beide fielen unter eine von Putin veranlasste Massenamnestie. Maria Aljochina sagte:

“In Zukunft werde ich mich mithilfe verschiedener Organisationen für Menschenrechtsfragen einsetzen. Aber die Methoden, mit denen ich arbeite, werden die gleichen bleiben.

Die Menschen in Moskau reagierten unterschiedlich auf die Freilassung der beiden Frauen. Eine Lehrerin sagte:

“Wenn sie ihre Strafe nicht bis zum Ende absitzen, ist das einfach nur Gotteslästerung. Ich bin stolz darauf, Russin zu sein und denke, ihre Freilassung ist falsch.”

Eine andere Moskauerin meinte:

“Natürlich ist es richtig, dass sie freigelassen wurden. Aber eine Begnadigung ist falsch. Sie hätten überhaupt nicht eingesperrt werden dürfen.”