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Chodorkowski will sich für Freilassung politischer Gefangener einsetzen

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Chodorkowski will sich für Freilassung politischer Gefangener einsetzen

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Der Andrang war groß im Mauermuseum beim Checkpoint Charlie in Berlin.

Alle Welt wollte hören, was Michail Chodorkowksi sagen würde, bei seiner ersten Pressekonferenz seit der Freilassung nach gut zehn Jahren Haft.

Mit im Publikum waren auch die Eltern des einst 15-Milliarden-Dollar-schweren Oligarchen, der Wladimir Putin wohl auch als Kreml-Kritiker ins Visir geriet.

“Es gibt noch immer politische Gefangene in Russland”, so Chodorkowski, “und nicht alle haben mit dem Yukos-Fall zu tun. Wir alle müssen in Zukunft darauf hinarbeiten, dass es in Russland, und anderswo, keine politischen Gefangenen mehr gibt.”

In die russische Politik will er aber nicht. Stattdessen wird er sich wohl erst einmal seinem Privatleben widmen.

Eingesperrt wurde Chodorkowski offiziell wegen Steuerhinterziehung. Mit dem inzwischen bankrotten Erdölkonzern Yukos war er als einer der Oligarchen nach Ende der Sowjetunion reich geworden. Wie viel von seinem Vermögen übrig ist, bleibt unklar.

Für seine Freilassung hatte sich auch der ehemalige deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher eingesetzt.