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Südsudan: Regierung verliert Kontrolle über Ölregion

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Südsudan: Regierung verliert Kontrolle über Ölregion

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In der Haupstadt Juba scheint die Lage ruhig, aber anderswo im jungen Staat Südsudan verschärft sich die Auseinandersetzung zwischen der Regierung und dem ehemaligen Vize-Präsidenten Riek Machar.

Hunderte Tote soll es bei Kämpfen gegeben haben. Nach UN-Angaben sind inzwischen rund 60.000 Menschen auf der Flucht.

Die dem Präsidenten Salva Kiir loyalen Truppen verloren in den vergangenen Tagen unter anderem die Kontrolle über die wichtige Stadt Bentiu, wie Außenminister Barnaba Marial Benjamin zugab: “Riek Machar hat es geschafft zu entkommen. Er nahm ein Boot den Nil hinab bis zu seinem Dorf Adok. Dann ging er nach Bentiu, wo er am Samstagabend Regierungsinstitutionen angegriffen hat.”

Bentiu ist die Hauptstadt des strategisch wichtigen Bundesstaates Unity im Norden des Landes. Die Ölfelder um Bentiu sind der Zankapfel der Region. Aus der Stadt Bar, weiter südlich, wurden unterdessen Massenerschießungen gemeldet.

Viele der Menschen, die nun auf der Flucht sind, wollen ebenfalls in den Norden – dorthin, wo die Schutzmission der UNO, die UNMISS, ihre Stützpunkte hat. Ihre Aufgabe ist es, seit der Abspaltung des Südsudan vom Norden, beim Aufbau des neuen Staats zu helfen und in der Region für Stabilität zu sorgen.