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Südsudan: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon kündigt weitere Blauhelmsoldaten an

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Südsudan: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon kündigt weitere Blauhelmsoldaten an

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Mehr als 40.000 Menschen haben im Südsudan Schutz auf UN-Stützpunkten gesucht. Weil sich durch die anhaltenden Kämpfe die Situation im Land zuspitzt, wollen die Vereinten Nationen ihre Truppenpräsenz verstärken. Genaue Zahlen nannte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon nicht, forderte aber ein sofortiges Ende der Gewalt: “Ich sage ganz klar: Die Welt schaut auf den Südsudan. Angriffe auf Zivilisten und UN-Friedenstruppen, die diese schützen sollen, müssen sofort aufhören.” Die Vereinten Nationen würden Berichten über schwere Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit nachgehen, so Ban weiter. “Die Verantwortlichen auf der höchsten Ebene werden persönlich verantwortlich gemacht werden und müssen die Konsequenzen tragen.”

Unterdessen gibt es Zeichen für mögliche Gespräche zwischen den zerstrittenen Seiten: dem Lager von Präsident Salva Kiir einerseits und dem seines ehemaligen Stellvertreters Riek Machar andererseits. Letzterer signalisierte in einem Telefoninterview Gesprächsbereitschaft: “Sobald meine festgehaltenen Mitstreiter freigelassen und an einen neutralen Ort gebracht werden, können Gespräche beginnen. Sie nämlich sollen die Gespräche führen. Wir wollen ein friedliches Ende des Konflikts.”
Auch Präsident Kiir ist nach Angaben der USA zu Gesprächen bereit. Sollte es nicht bald zu einer Einigung kommen, rechnen Hilfsorganisationen mit einer humanitären Katastrophe.