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Ägypten: Tausende bei Trauerfeier für Anschlagsopfer


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Ägypten: Tausende bei Trauerfeier für Anschlagsopfer

Mehrere Tausend Menschen haben an der Trauerfeier für die Opfer des Attentas im Norden Ägyptens teilgenommen. Bei dem Bombenanschlag auf die Polizeizentrale der Stadt Mansura sind nach offiziellen Angaben 15 Menschen ums Leben gekommen, über 130 wurden verletzt. Es ist das bisher folgenschwerste Attentat in Ägypten seit mehreren Monaten.

Übergangs-Premierminister Hasim al-Beblawi verurteilte den Anschlag: “Wir sind an der Spitze einer Auseinandersetzung mit einem der schlimmsten Gesichter des Terrorismus.” Man werde nicht ruhig bleiben, sondern dem entgegentreten. “Wer immer diesen Angriff verantwortet, ein einzelner oder eine Gruppe, es sind Terroristen.”

Viele vermuten die Muslimbrüder hinter dem den Anschlag. So legten aufgebrachte Demonstranten Feuer in Geschäften, die sich ihrer Ansicht nach im Besitz von Anhängern der Bruderschaft befanden. Nun sollen bewaffnete Einheiten der Polizei für Sicherheit sorgen.

Die Stimmung unter den Ägyptern ist weiter geteilt. Ein Passant sagt: “Diese Explosion beweist, dass die Muslimbrüder eine Terrororganisation sind und hinter dem Angriff stehen. Das ist keine Politik sondern Gewalt.” Ein anderer ist der Meinung: “Das ist eine gewöhnliche Reaktion auf das Verhalten der Sicherheitskräfte. Die haben mit Gewalt auf die Besetzung des Rabaah al-Adawiya-Platzes reagiert. Verantwortlich sind der Premier- und der Verteidigungsminister.”

Seit dem Sturz von Präsident Mursi im Juli hat die Gewalt in Ägypten zugenommen. Besonders auf der Sinai-Halbinsel kommt es immer wieder zu schweren Anschlägen.

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