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Freigelassene Pussy-Riot-Musikerinnen: Keine Ruhe für Putin


Russland

Freigelassene Pussy-Riot-Musikerinnen: Keine Ruhe für Putin

Sie bereuen nichts, und Ruhe hat die Putin-Regierung mit der Begnadigung auch nicht erreicht. Nur Stunden nach ihrer Freilassung am Montag haben die beiden Pussy-Riot-Musikerinnen die mediale Aufmerksamkeit genutzt, um trotzige Signale nach Moskau zu senden.

“Ich plane, mich für Menschenrechte einzusetzen, sozial orientiertes Engagement, und es wird genauso grell und frech sein, wie bei Pussy Riot”, sagte die 25-jährige Maria Aljochina in Moskau.

Gut dreieinhalbtausend Kilometer weiter östlich, im sibirischen Krasnojarsk und bei gut minus 30 Grad, trat am Abend nach ihrer Freilassung auch Nadeschda Tolokonnikowa vor die Kameras.

“Das ist ein zynischer Akt”, sagte sie. “Putin wirft uns zynische Aktionen vor, aber in Wirklichkeit ist seine eigene Aktion heute viel zynischer – er lässt Menschen frei, die gar nicht freigelassen werden müssen. Ich hätte diese letzten beiden Monaten ohne weiteres noch ausharren können. Und gleichzeitig verweigert er die Freilassung solchen Menschen, die es wirklich brauchen.”

Wege einer politisch motivierten Performance in einer Moskauer Kirche waren die Frauen, beide Mütter kleiner Kinder, im Jahr 2012 zu jeweils zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden.

Inzwischen hat die weltweite Publicity aus den Rebellen Aktivistinnen und zwei der prominentesten Gesichter der russischen Opposition gemacht.

Ihre dritte Bandkollegin, Jekaterina Samuzewitsch, war dem Straflager mit einer Begnadidung entgangen.

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