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UN: Massengräber im Südsudan entdeckt

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UN: Massengräber im Südsudan entdeckt

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Das Leid der Menschen und die anhaltende Gewalt im Südsudan rücken weiter in den Fokus internationaler Aufmerksamkeit. Immer wieder treffen Meldungen über neue Auseinandersetzungen und weitere Tote ein. Wie die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, mitteilte, haben UN-Mitarbeiter ein Massengrab in Bentiu im Bundesstaat Unity entdeckt. “Und es gibt Berichte über mindestens zwei weitere Massengräber in (der Hauptstadt) Juba”, so Pillay. Die BCC spricht von insgesamt mehreren hundert Leichen.

Aufgrund der anhaltenden Gewalt hat Japan erstmals in seiner Geschichte beschlossen, Waffen an ein anderes Land zu liefern. Die im Südsudan stationierten UN-Blauhelmsoldaten aus Südkorea sollen japanische Munition erhalten. Außerdem wollen die Vereinten Nationen 5.500 zusätzliche Soldaten in das Land schicken und somit die Friedenstruppe nahezu verdoppeln.

“Um sofort auf die schreckliche Lage zu reagieren, hat der Generalsekretär den Sicherheitsrat gebeten, der Entsendung von 5.000 zusätzlichen Blauhelmen für die UN-Mission zuzustimmen”, sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Samantha Power. Die USA und auch die anderen Ratsmitglieder unterstützten diesen Vorschlag, damit die nötigen Mittel zur Erfüllung des Mandats vorhanden sind.

Mehr als eine Woche nach Ausbruch der Kämpfe zwischen Rebellen und regierungstreuen Soldaten sind nach UN-Angaben über 80.000 Menschen auf der Flucht. Der Südsudan ist seit zwei Jahren ein unabhängiger Staat und gilt als eines der unterentwickelsten Länder der Welt.