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UNO schickt weitere Blauhelme in den Südsudan

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UNO schickt weitere Blauhelme in den Südsudan

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Der UN-Sicherheitsrat hat beschlossen, die Friedenstruppen im Südsudan aufzustocken. Die entsprechende Resolution wurde einstimmig verabschiedet. Derzeit sind 7000 UN-Soldaten im Südsudan, nun können noch einmal 5500 dazukommen. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon forderte nach der Abstimmung eine sofortige politische Lösung für den Konflikt im Südsudan. Die Truppen könnten nicht jeden Zivilisten schützen.

Der 2011 gegründete Südsudan wird seit Tagen von Unruhen erschüttert. Hintergrund ist ein Machtkampf zwischen dem Präsidenten Salva Kiir und seinem Ex-Vize Riek Machar. Mehrere Hundert Menschen kamen bisher ums Leben. Unter den Toten waren auch zwei indische Blauhelmsoldaten. In de Stadt Bentiu fand die UNO ein Massengrab mit möglichen Opfern des Konflikts. Es soll weitere Massengräber geben. 45.000 Menschen sind auf der Flucht.

An diesem Dienstag eroberte die Armee die Stadt Bor von den Regierungsgegnern zurück. Sie liegt im Bundesstaat Jonglei, etwa 200 Kilometer nördliche der Hauptstadt Juba. Anhänger von Machar hatte Bor am 19. Dezember unter ihre Kontrolle gebracht.

Unterdessen droht der Konflikt in einen nicht nur politisch, sondern auch ethnisch motivierten Bürgerkrieg auszuarten. Den Dinka von Präsident Kiir stehen die Nuer von Riek Machar gegenüber. Der erklärte sich inzwischen zu Gesprächen mit seinem Rivalen bereit. Offenbar hat US-Außenminister John Kerry ihn zu diesem Schritt bewogen.

Mit dpa, Reuters, AFP