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Kairo stuft Muslimbruderschaft als Terrororganisation ein

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Kairo stuft Muslimbruderschaft als Terrororganisation ein

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Die Regierung in Ägypten sieht in der Muslimbruderschaft weiter den Urheber des blutigen Anschlags auf die Polizeistation in Al-Mansura. Sie stuft diese nun ganz offiziell als Terrororganisation ein.

Kairo hält an der Anschuldigung fest, obwohl sich eine islamistische Gruppierung zum Anschlag auf die Polizeizentrale bekannt hat: Die Al-Kaida-nahe “Ansar Beit al Makdis”. Diese begründet die Tat, bei der 16 Menschen starben, mit dem Vorgehen der ägyptischen Regierung gegen die islamische Scharia.

Gemeint ist der Sturz des ersten demokratisch gewählten Präsidenten und Muslimbruders Mohammed Mursi. Auf die Festnahme folgten wochenlange Proteste, die Regierung im August blutig niederschlagen ließ. Es gab zahlreiche Tote und Festnahmen.

Bisher war Ansar al Makdis vor allem auf dem Sinai aktiv.

So feuerte die Gruppe 2012 Raketen auf Israel. Auf ihr Konto sollen auch zehn Anschläge auf eine Gas-Pipeline gehen, die Ägypten, Jordanien und den jüdischen Staat miteinander verbindet.
Nach der Tat von Al-Mansura wird befürchtet, dass sich der Terror nun auf ganz Ägypten ausbreitet.