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Korruptionsskandal: Erdogan ersetzt zehn von zwanzig Ministern

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Korruptionsskandal: Erdogan ersetzt zehn von zwanzig Ministern

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Der türkische Korruptionsskandal hat große personelle Konsequenzen auf höchster Ebene: Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat zehn Minister ersetzt – die Hälfte seiner Regierung. Betroffen sind die wichtigsten Ressorts wie Wirtschaft, Justiz und Inneres. Am Abend hatte er die Liste der Nachfolger Präsident Abdullah Gül vorgestellt.

Früher am Mittwoch waren drei der betroffenen Minister zurückgetreten. Der Innen-, der Umwelt- und der Wirtschaftsminister nahmen ihren Hut, nachdem ihre Söhne bei Großrazzien von der Polizei festgenommen worden waren. Zwei von ihnen sitzen seit Samstag in Untersuchungshaft. Der Dritte muss sich wöchentlich bei der Polizei melden.

Bei seinem Rücktritt forderte Umweltminister Erdogan Bayraktar den Regierungschef auf, ebenfalls zu gehen.

Der Korruptionsskandal erschüttert die Türkei seit etwa einer Woche. Es geht um milliardenschwere Ölgeschäfte mit dem Iran, obwohl gegen Teheran Sanktionen verhängt sind. Die Verdächtigen sollen hohe Regierungsmitglieder bestochen haben.