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Kabinettsumbildung in der Türkei

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Kabinettsumbildung in der Türkei

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Ministerpräsident Erdogan hat nach den Ministerrücktritten am Mittwoch sein Kabinett umgebildet. Zehn der 26 Kabinettsposten wurden neu besetzt. Der Wirtschafts-, der Innen- und der Umweltminister hatten am Mittwoch ihre Ämter niedergelegt, dabei jedoch gesagt, dass der Schritt nicht als Schuldeingeständnis zu verstehen sei. Umweltminister Bayraktar sagte, er habe stets mit dem Wissen des Ministerpräsidenten gehandelt. Er forderte Ministerpräsident Erdogan dazu auf, ebenfalls zurückzutreten.

Das ist auch teilweise die öffentliche Meinung in der Türkei. Die Menschen hätten genug, sagte ein Mann, und die Kabinettsumbildung sei sinnlos, der Regierungschef solle abdanken. Es gibt jedoch auch Stimmen, die Erdogan zumindest teilweise unterstützen.

In Istanbul sind Bürger in der Nacht zu Donnerstag auf die Straßen gegangen, dabei gab es teilweise auch Zusammenstöße mit der Polizei.

Bei dem Skandal geht es um illegale Baugenehmigungen und Zahlung von Schmiergeld, um die Sanktionen gegen den Iran zu unterlaufen. Erdogan hat die Ermittlungen als “dreckige Operation” gegen seine Regierung mit Hintermännern im In- und Ausland bezeichnet.